In Tunesien also begann unser großes afrikanisches
Abenteuer. Wir wollten während des Winters 1981/82 die
Sahara durchqueren und an der westafrikanischen Küste
oder in Kamerun den alten VW-Pritschenwagen und den
VW-Bus, unsere Transportmittel die Bruno und Joachim
gehörten, mit Gewinn verkaufen um dann mit öffentlichen
Transportmitteln irgendwie Richtung Zentralafrika weiter
zu kommen. Mit einigen Widrigkeiten sollte dieser Plan
dann auch aufgehen. Doch ich greife vor.
Als wir die Zollformalitäten am Fährhafen erledigt
hatten, war es schon Abend und so wurde nichts aus
dem Einkauf in Tunis, bei dem wir uns noch Tabletten zur
Malariaprophylaxe und andere Dinge, von denen wir
glaubten, sie dringend zu benötigen, hatten besorgen
wollen. Nun, es ging auch ohne, was wir wirklich
brauchten, besorgten wir uns dann eben an Ort und Stelle,
Malariaprophylaxe ist in Tunesien und Algerien ja nicht
unbedingt notwendig. So fuhren wir nach Hammamet, um am
dortigen Strand unser erstes afrikanisches Lager
aufzuschlagen.
Am nächsten Nachmittag, wir hatten morgens Hammamet
besichtigt, ging es über Kairouan nach Kasserine und
dabei zeigten sich die ersten Brüche. Während ein Teil
unserer Reisegruppe, die alles in allem aus Elly,
Veronika, Joachim & Joachim, Dave, Bruno und mir
bestand, so schnell wie möglich die Sahara
durchqueren und Westafrika erreichen wollte, war ich eher
bei denen, die sich dafür die angemessene Zeit lassen
wollten. Zum Beispiel um Orte wie Kairouan kennen zu
lernen, das aus dem Autofenster einen wunderschönen
Eindruck machte. Doch ich hatte kein Fahrzeug und so
hatte ich nicht viel zu sagen.
Aus diesem Grund ist der Reisebericht aus Tunesien
leider etwas dürftig ausgefallen, aber das Wichtige aus
meinem Reisetagebuch und was mir aus den zwei tunesischen
Tagen sonst noch in Erinnerung geblieben ist, habe ich
einfließen lassen, auch wenn nur um der vollständigen
Beschreibung unserer Afrikatour halber überhaupt ein
Reisebericht über Tunesien erstellt wurde.