
Das größte der afrikanischen Abenteuer stand unserer
siebenköpfigen Reisegruppe und unseren beiden VW-Bussen
gleich zu Beginn der Reise nach Zentral-Afrika bevor, und
zwar schon bevor wir die Grenze Algeriens überschritten
hatten: Die Durchquerung der Sahara!
In der Sahara gibt es gewaltige Sandflächen, eine solche
hatte schon in Tunesien begonnen und begleitete uns auch
die ersten zweihundert Kilometer in dem riesigen Land
namens Algerien. Freilich hatte ich zu Beginn eine
falsche Vorstellung von der Wüste Sahara, obwohl ich
schon in Vorderasien, (allerdings auf vergleichsweise
guten Straßen und in öffentlichen Bussen) im Iran und in
Afghanistan, solche öde Flächen durchquert hatte.
Außer den Sandflächen, in denen nach Art unserer
Schneeverwehungen der Sand häufig quer über die noch
immer asphaltierte Straße geweht lag und die sogar an
manchen Stellen viele Hundert Meter, ja teilweise gar
über Kilometer, völlig vom Sand verschüttet lag, war ein
weiteres Hinderniss für unsere Fahrzeuge die schlechte
Straße selbst, auf der sich über weite Strecken
Schlagloch an Schlagloch reihte. Damals, im Jahr 1980,
hörte diese befestigte Straße jedoch in Tamanrasset auf,
also mitten in der Wüste, und bis Arlit im Niger bestand
der Weg nur aus den Spuren anderer Fahrzeuge. Nach dem
Verlassen Tamanrassets kamen teilweise riesige, mit
scharfkantigen Steinen und Felsen übersäten Flächen,
welche zu extrem langsamen Fahren zwangen, obwohl auf der
dort schmalen Piste die größten Steine beseitigt waren.
Oder große Sandflächen und manchmal gar Dünen, die unsere
Autos, von denen eines schon recht altersschwach war, mit
Hilfe von Sandblechen überwinden mußten.
Von diesen Abenteuern und den Buddeleien im Sand
wollte ich zuerst berichten, doch wurde mir schnell klar,
daß dies der gewaltigen Kraft der Wüste nicht entsprechen
würde und ich stellte statt dessen den Versuch einer
Beschreibung der Wüste ins Netz, in der ich die Gefühle
und den Eindruck, welchen diese gewaltige Landschaft
erzeugt, versuchte wiederzugeben.
Mittlerweile allerdings sehe ich die Dinge ein wenig
anders, es spricht eigentlich nichts dagegen, meine
Algerienseiten mit einem Reisebericht zu erweitern,
der sich mehr an meinem Tagebuch orientiert. Sobald ich
einmal Zeit und Lust habe, werde ich deshalb diese Seiten
ergänzen.
