Langkawi
Doch zurück zu damals, es gab natürlich trotz
aller Abschreckung selbst in noch abgelegenen Orten der
westlichen Hälfte Malaysiens, wie zum Beispiel auf
Langkawi, bereits eine Hand voller junger Touristen. Das
mit der "Hand voll" ist übrigens wörtlich zu nehmen, denn
es war kein Vergleich mit zum Beispiel dem thailändischen
Ko Samui zu ziehen. Im Gegensatz zu Langkawi "wimmelte"
es auf Ko Samui geradezu vor jungen Touristen und das
obwohl diese Insel noch gar nicht "entdeckt" war und sich
die Zahl der durch Mundpropaganda angelockten Touristen
aus heutiger Sicht noch in engen Grenzen hielt.
Langkawi war damals also noch "ursprünglich", was sich
auch in der Freundlichkeit der Bewohner bemerkbar machte,
aber eben leider auch im Essensangebot. Fisch, nochmals
Fisch und Ikan Bilies. Das sind auch Fische und zwar
winzige, etwa 4-5 Zentimeter lange. Getrocknet wurden die
halbtransparenten Fischlein mit allen Innereien als
Inselspezialität dem Fremden zu fast jeder Mahlzeit
gleich handvollweise kredenzt, denn man aß, jedenfalls in
den Privathäusern, ohne Besteck, nur mit den Händen.
Dieses Horrorbild für Fischhasser wie mich dürfte sich
mit steigenden Fremdenzahlen wesentlich gebessert haben
und übrig bleibt die hoffentlich immer noch vorhandene
Freundlichkeit der Bewohner und die wohl kaum jemals
völlig zu zerstörende Schönheit der bergigen Insel.
Heute gehört deshalb das dschungelbedeckte
Langkawi mit Recht zu den beliebtesten Touristenzielen in
Malaysia und es ist angedacht, meinem Bericht über das
chinesische Kloster auf Penang noch irgendwann eine
Beschreibung Langkawis aus jener Zeit
hinzuzufügen.
